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170. Eintrag

Die Ärmsten leiden in Krisenzeiten noch mehr...

Seit knapp 11 Wochen besteht in Peru die obligatorische häusliche Isolation aufgrund der Corona-Krise. Ein ganzer Monat steht uns noch bevor. Viele Firmen sind pleite gegangen, viele Menschen haben ihre Arbeit und das regelmäßige Einkommen verloren. Solche Krisenzeiten treffen die Ärmsten, die sich schon in "normalen" Zeiten so gerade über Wasser halten, am heftigsten. 


Matthias und Uta Kügler sowie Nelli Klassen sind Mit-Missionare bei Diospi Suyana, die seit ein paar Wochen angefangen haben arme Familien zu besuchen und Grundnahrungsmittel zu verteilen. Die Hinweise, welche Familien infrage kämen, kamen von unserern peruanischen Angestellten am Hospital. 


Heute ist Thomas mit Matthias und einer peruanischen Krankenschwester zum Erstbesuch einer armen Familie mitgefahren. Es ist erschütternd zu sehen wie 9 Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen auf engstem Raum zusammen leben. Das Lebensmittelpaket wird mit großer Dankbarkeit angenommen. Wir sprechen ein Gebet. Gott ist da. Auch und gerade in der Krise. 


Wir fahren nach Hause. Ich erzähle Hanna von unserem Besuch und meine Eindrücken. Gestern hatte Hanna unsere peruanische Nachbarin gefragt, welche Familien in unserem Viertel unterstützungsbedürftig wären. Sie hat eine Liste mit 15 Familien zusammengestellt. Nächste Woche starten wir mit Hausbesuchen in unserem Viertel.

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